Elementare und die Bedeutung der Elemente


Nach der Vier-Elemente-Lehre besteht unsere Welt und alles Sein aus den vier Grundelementen Feuer, Erde, Wasser und Luft. Im Buddhismus gibt es zudem noch das 5. Element: Die Leere. Die daoistische Fünf-Elemente-Lehre der chinesischen Philosophie beschreibt alles in der Natur, jegliches Werden, Wandlung und Vergehen, ebenfalls mit 5 Elementen: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Aristoteles hat unserer Lehre von den 4 Elementen auch noch ein 5. Element hinzu gedacht: Den Äther. Diese Quintessenz (=fünfte Essenz) ist theoretisch das, was zwischen den anderen Elementen liegt und diese zusammen hält. Nach der antiken Vorstellung ist aus dem Äther alles Sein hervor gegangen, da seine Kraft darin besteht leblosen Gegenständen Leben einzuhauchen. In der Alchemie des Mittelalters spielten diese 5 Elemente eine wichtige Rolle. Nach dem maßgeblich durch den Mystiker Paracelsus im 16. Jahrhundert entstandenen Volksglauben stehen die vier Elemente direkt mit bestimmten Geistwesen, sogenannten Elementarwesen in Zusammenhang:

Erde:



Die Erde wurde im Mittelalter durch Erdgeister oder Gnome personifiziert.

Die Erde kann uns schützen oder uns unter sich begraben. "Mutter Erde" wurde von vielen Völkern und Kulturen als Göttin der Fruchtbarkeit und als Kraftspender verehrt. Die große Faszination, welche von der Erde und insbesondere den Tiefen der Erde ausgeht, wurde in Jules Vernes Reise zum Mittelpunkt der Erde sehr deutlich.

Wasser:



Das Wasser wurde im Mittelalter durch Wassergeister oder Undinen personifiziert.

Das Wasser löscht unseren Durst, aber wir können auch darin ertrinken. In den Religionen dieser Welt wird die reinigende Kraft des Wassers geschätzt. Im Hindu-Glauben beim rituellen Bad im Ganges und bei den Christen als Weihwasser bei der Taufe, welche zu früheren Zeiten noch eine Ganzkörpertaufe war. Für das Christentum ist Wasser sogar das Urelement des Lebens schlechthin und steht z.B. für Fruchtbarkeit, Ursprung und unverbrauchte Reinheit. Das majestätische Meer ist ein mächtiger und damit bestaunter Gegenpol zur Erde, welche einst unter dem Befehl Gottes zur Sintflut wurde und alles unter sich begrub.

Luft:



Die Luft wurde im Mittelalter durch Luftgeister oder Sylphen personifiziert.

Die Luft lässt uns atmen oder bläst uns das Dach vom Haus. Sie ist das mystische, "unsichtbare" Element, welches erst beim Atmen im Winter oder bei den Auswirkungen eines Sturms sichtbar wird.

Feuer:



Das Feuer wurde im Mittelalter durch Feuergeister oder Salamander personifiziert,

Das Feuer spendet Wärme, aber es kann uns auch verbrennen. Das Feuer hat starke symbolische Bedeutung: Es bringt Licht ins Dunkel und wird häufig als Metapher für starke Liebe verwendet. Es spielt außerdem eine wichtige Rolle in beinahe allen Schöpfungsmythen. Der antiken Sage nach brachte uns einst Prometheus das Feuer als Element der Götter. Die Römer verehrten Vesta als Göttin des Herdfeuers mit einem eigenen Frauenkult. Im alten Testament spricht Gott aus einem brennenden Dornbusch. Für die Christen hat das Feuer zudem stets eine reinige Wirkung. Im Fegefeuer haben nach dem Tod "unreife" Seelen die Chance noch in den Himmel zu kommen. Leider wurde das "reinigende Feuer" auch im Mittelalter bei Hexenverbrennungen genutzt. Die Hindus opferten früher dem heiligen Feuer und verehrten es.

Die Elemente im Rollenspiel

Im Rollenspiel sind die Elementare in Form von Magie oder wütenden Wesenheiten von den Elementarebenen vertreten. Magier können die Macht der Elemente für ihre Zauber nutzen oder Elementare beschwören. Erdelementare sind aus Erde und Stein bestehend meistens nur schwer zu verwunden und haben gewaltige Kraft. Luftelementare können fliegen, sind äußerst flink und manchmal nur schwer zu sehen. Große Exemplare können einen Mann empor schleudern wie ein Wirbelsturm. Feuerelementare sind ebenfalls sehr schnell und geschickt und richten durch ihre heiße Berührung viel Schaden an. Wasserelementare sind auf Grund ihrer Konsistenz nur schwer zu verletzen und können abhängig von ihrer Größe einen Gegner in sich ertränken. In vielen Fantasy Welten gibt es zudem noch Para-Elementare aus den Verbindungen der nicht-konträren Elemente, sowie Quasi-Elementare, welche aus den 4 Elementen und positiver oder negativer Energie entstehen.

Para-Elementare:

Aus Wasser und Luft wird Eis
Aus Wasser und Erde wird Schlamm
Aus Feuer und Luft wird Rauch
Aus Feuer und Erde wird Magma

Quasi-Elementare:

Aus Erde und positiver Energie wird Mineral
Aus Erde und negativer Energie wird Staub
Aus Wasser und positiver Energie wird Dampf
Aus Wasser und negativer Energie wird Salz
Aus Luft und positiver Energie wird Blitz
Aus Luft und negativer Energie wird Vakuum
Aus Feuer und positiver Energie wird Radianz
Aus Feuer und negativer Energie wird Asche


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