Horror: Gruselgeschichten am Lagerfeuer & blutige Filme


Horror oder Grauen ist ein gesteigertes Angstgefühl oder Entsetzen als Reaktion auf etwas sehr Unheimliches. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden besonders dunkle Friedhöfe und Wälder, sowie gruselige Schlösser und Katakomben als Grauen erweckend angesehen. Trotz der vernünftigen Welt von heute hat der Horror für Kinder in diesem Zusammenhang immer noch Bedeutung, wenn sie z.B. große Spinnen, dunkle Keller oder dergleichen sehen.

Wissenschaftlich betrachtet ist diese Form des Grauens allerdings eher "Terror", ein Erahnen des Schrecklichen, welches den Menschen bei der Betrachtung erhabener Elemente wie weite Ozeane, gigantische Berge, Dunkelheit etc. überkommt. Die Möglichkeit der noch nicht realisierten Gefahr des Schmerzes oder sogar des Todes löst einen vergnüglichen Schauder beim Menschen aus und gilt als Seelen erweiternd. Der Horror ist demgegenüber genau das Gegenteil: Er ist eher ein Zustand lähmender Angst, welches den Menschen beim Anblick von bereits realisierten Schrecken wie Leichen, Monstern oder Unglücken überkommt.

Doch egal, ob man von Terror oder Horror spricht - die Menschen haben sich zu allen Zeiten gerne von den Mühen oder der Langweile des alltäglichen Lebens abgelenkt. In früher Vorzeit besuchte man Gladiatorenspiele, im 17. bis 19. Jahrhundert las man gerne "Gothic Novels" und heutzutage nutzt der Mensch andere Medien wie Horror Computerspiele oder Horrorfilme, um sich einen angenehmen Schauer über den Rück jagen zu lassen.

Der Horror Film

Stephen King hat mal für Horrorgeschichten 3 Arten von Gruseln ausgemacht: Schrecken (Angst vor dem Unbekannten), Horror (im Angesicht des Unaussprechlichen) und Ekel (beim Anblick von "Splatter" und "Gore"). Horrorfilme bedienen sich meist einiger oder aller dieser Elemente, um den Zuschauer mit Angst, Schrecken oder Verstörung zu erfüllen. Dabei werden häufig immer wieder bestimmte Themen benutzt: Mord oder Selbstmord, Wahnsinn, Folter, Angst, Geister, Vampire, Dämonen, Werwölfe, Doppelgänger, dämonische Pakte, Besessenheit, Exorzismus, Hexerei, Zombies und Voodoo, Science-Fiction, Außerirdische, Mutanten, Skurriles oder das Übernatürliche allgemein. Diese Komponente des Übernatürlichen unterscheidet die Horrorfilme grundlegend vom "Thriller".

Die amerikanischen "Horror Movies" wurden in Deutschland eigentlich immer "Gruselfilme" genannt. Diese bezeichnen mittlerweile jedoch eher ältere Horror Filme. Unterarten des Horrorfilms sind z.B. Splatterfilme oder Slasherfilme, welche in erster Linie über explizit dargestellte Gewalt funktionieren. Im Gegensatz zu Fantasy Filmen, in denen Monster und Dämonen selbstverständlich sind, setzt der Horrorfilm auf den Kontrast: Normale Menschen einer nachvollziehbaren Welt werden mit unerklärlichen Horror konfrontiert und das auf eine Weise, durch welche wir uns gut in die Akteure hinein versetzen können. Manchmal reichen auch schon geschickte Bildgestaltung, Kameraführung, Filmschnitt, Musikuntermalung oder ein gutes Drehbuch dafür aus dem Alltäglichen einen unheimlichen Unterton zu geben und damit Horror entstehen zu lassen.


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