Die Osterinsel, verschwundene Flugzeuge und mystische Steinkreise


Die "Mystik" ist von einem griechischen Wort abgeleitet, welches so viel wie "geheimnisvoll" bedeutet. Die Mystik befasst sich mit der möglichen Erfahrung einer höheren Wirklichkeit oder Wahrheit. Umgangssprachlich werden Dinge als "mystisch" bezeichnet, die sich zunächst einer rationalen Deutung durch den menschlichen Geist entziehen. Bereits in der Antike wurde etwas als mystisch bezeichnet, wenn es sich auf den verborgenen Sinn oder den Bereich des Göttlichen und Unfassbaren bezog. Im Mittelalter verbanden Theologen die Mystik mit der Lehre der Kirche und dem Leib Christi. Thomas von Aquin sagte dann deutlich, dass die Kirche selbst der mystische Leib Christi sei. Im Folgenden einige mystische Orte zum Kopfkratzen:

Stonehenge

Die konzentrischen Steinkreise, die wir als Stonehenge kennen, befinden sich in England ca. 13 Kilometer nördlich von Salisbury. Die Grabanlage, welche von einer sogenannten Megalithstruktur umgeben ist, stammt aus der Jungsteinzeit. In der Nähe von Stonehenge befinden sich noch weitere Megalithe und zwei Hügelgräber. Aus dem 17. Jahrhundert stammt die Sage, dass einer der Steine von Stonehenge, der "Friar's Heel" (= Mönchsferse), auf besondere Weise dorthin gelangt sei: Der Teufel hatte einige große Steine gekauft und sie mit den Worten, dass niemand je heraus finden würde, wie die Steine dorthin kamen, in der Ebene abgelegt. Ein Mönch antwortete ihm jedoch "Das glaubst auch nur du!", woraufhin der Teufel einen der Felsen nach dem Mönch warf und diesen an der Ferse verletzte.
Stonehenge wird auch häufig mit der Artussage in Verbindung gebracht und es wurde behauptet Merlin hätte die Steine aus Irland mitgebracht. Viele Pseudowissenschaftler haben wilde Thesen über den Steinkreis aufgestellt: Eine Theorie besagt, die Steine stammten von Außerirdischen. Eine andere behauptet, dass die Erbauer von Stonehenge die Steine in vollkommener Harmonie mit dem Kosmos auf Kraftlinien, den sogenannten Ley-Linien, erbaut haben. Besonders Esoteriker schätzen deshalb Stonehenge als "Kraftzentrum".

Das Bermudadreieck

Das Bermudadreieck, das auch Teufelsdreieck genannt wird, ist ein Seegebiet nördlich der Karibik im westlichen Atlantik. Hier soll es im Verlauf der Jahre immer wieder zu unerklärlichen Geschehnissen gekommen sein: Trotz bester Wetterverhältnisse und ruhiger See verschwanden hier angeblich Schiffe, Flugzeuge oder ihre Besatzungen samt erfahrenem Kapitän. Kurz zuvor wurden dann meist unklare oder merkwürdige Funksprüche der Opfer aufgefangen. Sogar Christoph Kolumbus soll in Bezug auf das Bermuda Dreieck schon von verrückt spielenden Kompassen berichtet haben und einer seltsamen Flamme, die ins Meer stürzte. Als mögliche Ursachen der mystischen Vorkommnisse wurden bereits Entführungen durch Außerirdische oder heimtückische Kraftfelder genannt, welche von dem versunkenen Kontinent Atlantis ausgesandt worden sein sollen. Auf diese Weise hat sich der Meeresbereich zu einem wahren Mythos entwickelt.

Die Osterinsel

Die Osterinsel ist eine isolierte Insel im Südostpazifik, die zu Chile gehört. Auf ihr befinden sich im Nationalpark Rapa Nui monumentale Steinskulpturen, die sogenannten Moais. Von den einstmals über 1000 Statuen sind heute noch 638 übrig. In der Forschung geht man davon aus, dass sie berühmte Häuptlinge oder verehrte Ahnen darstellen, welche den alten Inselvölkern als Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits dienten. Durch den vulkanischen Ursprung der Insel gibt es zahlreiche, versteckte Höhlen, welche als Kultstätten genutzt wurden. In ihnen finden sich viele Wandmalereien des mystischen Vogelmann-Kultes. Die Bilder stellen stets Mischwesen aus Mensch und Vogel dar. Im Mittelalter, etwa ab dem 1500 Jahrhundert n. Chr., kehrten die Eingeborenen der Religion der Ahnenverehrung den Rücken zu und huldigten einer Art Vogelgottheit. Warum sie dies taten ist nicht bekannt.


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