Samurai Scherter, Pfeil und Bogen oder Dolch


Bogen

Mit dem Bogen versucht man den Pfeil in ein Ziel zu schießen. Der älteste Bogen wird auf 17600 Jahre geschätzt und wurde aus Kiefernholz gefertigt und in der Altsteinzeit benutzt. Der frühere Bogen bestand aus biegsamen dünnen Holzzweigen, der durch bespannen einer Sehne die typische Bogenform bekam. Der älteste Beleg für den Bogengebrauch ergibt sich durch den Fund von Pfeilen die man im Stellmoor fand. Man schätzt sie auf etwa 10000 v. Chr., und den bekanntesten Bogen den man ca. 6000 v. Chr. einordnet. In den Europäischen Ländern ist Bogenschießen für die Jagd verboten. Heute übt man das Bogenschießen nur noch als Sport aus. Wobei sich der Bogen stark verändert hat. Zwei Verbände in Deutschland, da wäre der Deutsche Schützenbund, und der Deutsche Bogen Sport Verband, organisieren und betreuen regelmäßige Wettbewerbe. Seit 1972 gehört Bogenschießen auch zur Olympischen Disziplin.

Katana

Mit Katana bezeichnet man ein japanisches Langschwert. Es handelt sich um eine speziell geschwungene Form eines Schwertes, das eine einfache Schneide aufweist. Die Form der Klinge ist der Säbelform ähnlich, allerdings gibt es keine Biegung zur Klingenseite. Der wichtigste Unterschied ist in der Handhabung zu sehen. Eine Benutzung des Katanas kann einhändig, aber auch zweihändig erfolgen. Der gewöhnliche Säbel allerdings ist eine reine Einhandwaffe. Zum Ende des 14. Jahrhunderts begannen japanische Samurai, Katanas zu verwenden. Charakteristisch für die Waffe sind eine Härtezone, die mittels besonderer Schmiedetechniken erzeugt wird, sowie der Griff, der in der Regel mit Rochenhaut bespannt ist.

Florett

Aus früheren Überlieferungen galt das Florett auch schon als Übungswaffe, nur in Frankreich war es üblich ein Duell mit scharfem Florett auszutragen. Dabei wurden nur die Treffer auf dem Rumpf berücksichtigt. Heute wird das Florett nur noch als Waffe für das Sportfechten benutzt. Die Waffe mist eine Gesamtlänge von 110 cm, davon ist die Klinge ca. 90 cm lang. Die Griffe können unterschiedlich sein. Wobei die Spitze entschärft ist durch eine Knospe. Der heutige Fechtsport erfordert eine gute Kondition. Denn es kommt beim Fechten auf die Reflexe an um dem Gegner geschickt auszuweichen. Auch hier gilt wie früher, nur der Rumpf gilt als Trefferfläche.

Speer

Der Speer ist eine Wurfwaffe mit einer harten Spitze aus Eisen, Stahl oder sonstigem festen Material. Der Speer galt als die Hauptwaffe bei den alten Germanen. Germanen bedeutet soviel wie Speermänner. Für die Kriegsführung musste das Werfen mit dem Speer geübt und trainiert werden. Durch optimale Herstellung des Speeres (Gewicht, Material etc.) wurde versucht, ihn bestmöglich hinsichtlich Wurfweite, Zielgenauigkeit einzusetzen. Die Zielgenauigkeit und Wurfweite war natürlich auch Sache/Talent des einzelnen Kriegers. Neben der Kriegsführung wurde der Speer auch zur Erlegung großer Tiere, als zur Jagd, verwendet. Er war somit zu einer bestimmten Zeit für viele Menschen ein wichtiges Instrument.

Morgenstern

Der Morgenstern ist eine Hiebwaffe, die vor allem während des Mittelalters sowie der frühen Neuzeit in Gebrauch war. Vermutlich handelt es sich um eine Weiterentwicklung des s der Antike. Der Morgenstern besteht aus einem stabilen Holzstab, etwa 50 cm lang, daran befindet sich als Kopf eine Eisenkugel, die einen Durchmesser von etwa 10 cm aufweist. Spitzen von einem bis zwei Zentimetern Länge sind auf dieser Kugel angebracht. Die Verwendung dieser Waffe erfolgte bis zum siebzehnten Jahrhundert. Währen des Ersten Weltkrieges kam es jedoch erneut zu Anfertigungen von Morgensternen. Sie wurden überwiegend bei nächtlichen Überfällen eingesetzt.

Degen

Der Degen ist eine aus dem Mittelalter stammende Stichwaffe. Er verfügt über eine gut einen Meter lange, gerade Klinge. Anders als rein militärische Waffen, war der Degen früher auch ein Zeichen von Wohlstand. So war es üblich, dass auch Adelige oder reiche Bürger im Besitz eines solchen besonderen Schwertes waren. Was den Degen von anderen Schwertern unterscheidet, ist die flexible Klinge. Aus diesem Grund zählte er zu den Hieb- und Stichwaffen. Degen sind auch heute noch ein weit verbreitetes Produkt. Sie werden zum Beispiel als Sportinstrument beim Degenfechten verwendet, oder aber auch einfach nur als Sammlerstücke aufbewahrt.

Armbrust

Die Armbrust ist eine spätestens seit der Schlacht von Hastings kriegstaugliche Fernwaffe, bei der eine bogenähnliche Vorrichtung Bolzen oder kurze Pfeile aus Holz oder Metall verschossen werden. Dabei kann der Schütze die Sehne durch eine Rückhaltevorrichtung lange und ohne Anstrengung gespannt halten und damit deutlich länger und genauer zielen als mit einem üblich Bogen. Durch die spezielle Konstruktion kann eine Armbrust auch deutlich mehr Energie auf das Projektil übertragen werden, weswegen dieses auch auf langen Distanzen eine sehr hohe Durchschlagskraft behielt. In heutigen Zeiten werden aus Leichtmetallen und hochwertigen Kunststoffen gefertigte Armbrüste noch als Jagdwaffe oder als Sportgerät bei Wettkämpfen im Armbrustschießen verwendet.

Säbel

Ein Säbel ist eine Waffe, mit der sowohl Hiebe als auch Stiche ausgeführt werden können. Die Form dieser Waffe ist leicht gekrümmt, der Schliff ist nur einseitig. Verwendet wurde der Säbel vor allem von leichter Kavallerie, insbesondere den Husaren. Vor allem in Asien und Nordafrika sowie in Osteuropa fand der Säbel Verwendung im Militär. Seine Durchschlagskraft war zwar geringer als die des Schwertes, durch eine fortschrittliche Klingenherstellung konnte dieser Nachteil aber oft ausgeglichen werden. Die durch Säbel verursachten Wunden waren oft deutlich größer als die von Schwertern und im Nahkampf waren die langen Klingen der Schwerter eher hinderlich, da nur durch einen Treffer mit der Spitze wirklicher Schaden verursacht werden konnte. Die Säbel hingegen konnten auch mit ihrer gekrümmten Mitte treffen, was die Trefferquote deutlich erhöhte.

Dolch

Ob Faustkeile bereits als Waffen eingesetzt wurden ist schwer zu sagen, wenn ja, dann sind dies die frühsten Dolche der Geschichte. Anders als das Messer besitzt der Dolch zwei Schneiden und ist eher zum Stechen ausgelegt. Im Kampf wurde er häufig als Sekundärwaffe zum Parieren oder zum Brechen der gegnerischen Klinge eingesetzt. In der Geschichte der Menschheit, sowie in Sagen und Legenden, war der Dolch häufig das beliebteste Werkzeug von Mördern und Assassinen, da er sich leicht verbergen lässt. Einer der berühmtesten Königmorde der Literatur wurde von Shakespeares Macbeth mit einem Dolch verübt.

Lanze

Eine Lanze war eine Stoßwaffe, die in den meisten Fällen mit einer Spitze versehen war. Sie waren meist aus Holz gefertigt und wiesen eine Länge von zwei bis drei Metern, in Ausnahmefällen sogar bis zu acht Metern, auf. Der lateinischen Wortherkunft nach sind Lanzen Wurfspeere, die von römischen Hilfstruppen im Kampf eingesetzt wurden. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Bedeutung jedoch und im 15. Jahrhundert wurde das Wort für die schweren Speere der Kavallerie benutzt. Auch die von den Fußtruppen geführten Spieße und Speere wurden allgemein mit dem Begriff Lanze bezeichnet. Heute bezeichnet eine Lanze meist die Stoßwaffe eines Reiters, das Wort Spieß wird für die Fußtruppen und Speer für die Wurfwaffe benutzt.

Knüppel

Ein Knüppel ist nichts anderes, als ein hölzerner Stock zum Schlagen und vermutlich eine der ältesten Nahkampfwaffen überhaupt. Als stumpfe Hiebwaffe ist er besonders geeignet, wenn ein Gegner nicht verletzt oder getötet, sondern vielleicht nur KO geschlagen werden soll. Im Mittelalter war dies eine beliebte Waffe der Bauern, da sie sich aus schweren Ästen, Stuhlbeinen und anderen Gegenständen improvisieren lässt. In Irland und Nordamerika wurden sogenannte "Shillelaghs" als Spazierstöcke und gleichzeitig als Waffen benutzt. Sie wurden traditioneller Weise aus einem knotigen Stück Schwarzdorn gefertigt mit einem Wurzelknoten als Knauf. Es gab aber auch kürzere Varianten, die dem irokesischen "Skullcracker" ähnlich waren und nur noch zum Kampf dienten. Auch heute noch bedient sich die Polizei in vielen Ländern dieser praktischen Waffe, typischer Weise in einer Variante aus Gummi.

Streitkolben

Der Streitkolben zählt zu einer der gefürchtesten Waffen des Mittelalters. Erst am Ende verlor er seine Wirksamkeit, als der Nahkampf den fernkämpfenden Musketen wich. Der klassische Streitkolben ist ein Stab – dieser konnte aus Holz wie auch aus Eisen sein – an dessen oberem Ende metallene Dornen angebracht sind. Ganz im Kampfstil einer Keule versuchte man mit wuchtigen Schlägen den Gegner zu bezwingen, der Streitkolben gehört daher zur Kategorie der Hiebwaffen. Gerade der ritterliche Adel sah diese martialische Waffe zu Beginn als primitiv an. Mit den aufkommenden Plattenharnischen verlor allerdings das Schwert zugunsten des Streitkolbens an Bedeutung.

Rapier

Das Rapier ist eine seit der frühen Neuzeit in Europa weitverbreitete Hieb- und Stichwaffe mit einer sehr langen, schlanken Klinge. Typisch waren eine breite Parierstange und ein meist kunstvoll geschmiedeter Korb aus Eisen, die die schwertführende Hand schützten. Rapiere wurden entwickelt, als die ersten Feuerwaffen aufkamen und deswegen die alten Ritterrüstungen an Bedeutung verloren. Die zweischneidige Klinge des Rapiers war aus diesem Grund wesentlich leichter als die der alten Langschwerter, was die Waffe vor allem bei der aufstrebenden Bürgerschicht beliebt machte. Für das moderne Fechten war das Rapier allerdings im Vergleich zum Degen immer noch zu schwer, weshalb kaum Paraden mit schnellen Gegenangriffen geführt werden konnten. Deswegen wurde meist ein Parierdolch oder der über den anderen Arm geworfene Mantel benutzt, um die gegnerischen Angriffe abzuwehren.

Hellebarde

Der ursprüngliche Name der Hellebarde lautete „Halmbarte“. Die Germanen entwickelten eine Waffe bei der sie an einen Holzstiel (Halm) ein Beil schnürten (Barte). Zu Beginn des 16ten Jahrhunderts wurde daraus der Terminus Hellebarde. Großer Beliebtheit erfreute sich diese schon immer bei den Schweizer Landsknechten. Bis heute tragen ihre Gardisten im Vatikan eine solche Ordonnanzwaffe. Dank der enormen Länge wurde sie zunehmend von der Infanterie verwendet, um gegnerische Reiter aus dem Sattel zu reißen. Mit der langen Spitze konnten selbst die feingliedrigen Kettenhemden durchstoßen werden. Der Schlagdorn hingegen wurde gezielt dazu verwendet dem Feind den Schädel zu zertrümmern, sobald er lag.

Streitaxt

Die Streitaxt gilt als eine der ältesten Waffenarten der Menschheitsgeschichte. Sie wurde sowohl von Reitern als auch von Fußsoldaten eingesetzt und konnte sehr verschiedene Längen, Klingenformen und Materialien aufweisen. Die Klinge der Streitäxte war meist halbmond- oder keilförmig und aus Stein, Bronze, Eisen oder Stahl gefertigt. Zum Teil befanden sich in den Axtblättern Aussparungen, um das Gewicht der Waffe zu reduzieren. Streitäxte wurden bereits vor über 4000 Jahren in Nord- und Osteuropa eingesetzt und hielten sich zum Teil bis tief in die Neuzeit. Zwar wurden sie im europäischen Mittelalter vielfach von den teureren und deshalb beim Adel beliebteren Schwertern verdrängt. Wegen ihrer enormen Durchschlagskraft stieg die Beliebtheit der Äxte mit der Entwicklung der Ritterrüstungen aber wieder an.

Wakizashi

Das Wakizashi ist wie das Katana ein Samurai Schwert, allerdings mit einer kürzeren Klinge. Das japanische Kurzschwert durfte wie auch das Langschwert im feudalistischen Japan nur von Ehrenleuten bestimmten Standes getragen werden. Durch seine Klingenlänge von 30-60 cm wurde es gelegentlich auch zum beidhändigen Kampf zusammen mit dem Katana verwendet. Ganz nach dem Ehren-Kodex der Samurai (dem Bushido) wurde das Wakizashi auch zur rituellen Selbsttötung (dem Seppuku oder Harakiri) benutzt, wenn der Krieger beispielsweise beim Herrscher in Ungnade gefallen war. Im Grunde ist ein Wakizashi nichts anderes als ein kürzeres Samuraischwert.

Wurfaxt

Die Wurfaxt ist eine Weiterentwicklung, des als Werkzeug dienenden Beils und wurde im Mittelalter in kriegerischen Auseinandersetzungen, verwand. Die Vorgänger der Wurfaxt sind bis in die Steinzeit zurück verfolgbar. Damals bauten die Menschen Steinbeile, welche sowohl als Werkzeuge als auch als Waffen bei der Jagt dienten. Auf Grund ihrer Wirkung bauten auch andere Völker diese nach. Je nach Herkunft unterscheiden sich die Bauweisen. Ein erheblicher optischer Unterschied besteht zwischen der Großen Wurfaxt und der Wetterling Wurfaxt. Letztere zeichnet sich durch einen zweiseitigen stählernen, scharfen Keil aus, welcher auf einem Schaft sitzt. Bei der normalen Großen Wurfaxt hingegen findet man nur einen scharfen Blattkeil.

Breitschwert

Die englische Bezeichnung “broadsword” (Breitschwert) begegnet uns häufig in Filmen oder auch einer wachsenden Gemeinde von (mittelalterlichen) Rollenspielern. Fälschlicherweise wird das Breitschwert nur mit dem Mittelalter in Verbindung gebracht, was jedoch ein Irrtum ist. Tatsächlich ist das “broadsword” ein Einhandschwert und ein bis zu 4 Pfund schwerer Degen, mit einer verhältnismäßig breiten, etwa 70 bis 110 cm langen Klinge. Der Ausdruck “broadsword” kam im 18. Jahrhundert auf. Degen waren reine Kriegswaffen und ein einhändiger Schwerthieb kann einen Menschen von der Schulter bis zum Becken spalten. Die Waffentypen, die unter den Begriff “broadsword” fallen, werden im Deutschen gewöhnlich als Pallasch, Reitschwert oder Korbschwert bezeichnet. Die Schlagkante (Schneide) muss mindestens 2mm dick sein! Der Ort (Spitze) wurde stumpf gehalten.

Langschwert

Langschwerter waren Kriegswaffen, die sich dadurch auszeichneten, dass sie länger als die zu ihrer Zeit üblichen Schwerter waren. Es gibt also keine generelle Längenangabe für Langschwerter, sie müssen immer im Verhältnis zu anderen zeitgenössischen Schwertern gesehen werden. Erfunden wurde das Langschwert von den Kelten, wurde bald aber auch von Griechen und Römern im Kampf eingesetzt. Die Gestaltung der Waffen veränderte sich im Laufe des Mittelalters mehrfach, so wurden die zweischneidigen Klingen oft verjüngt, um sie für Stiche besser einsetzen zu können. Um die Stoßkraft der Langschwerter zu erhöhen, entwickelten sich bald auch Varianten mit Mittelgrat. Geführt wurden die Langschwerter meist mit beiden Händen, Schild und Langschwert wurden niemals gleichzeitig eingesetzt. Seltener als die Zweihandführung waren sogenannte Anderthalbhänder, bei denen die Einhand- und die Zweihandführung gleichberechtigt waren.

Ninja Schwert

Das Ninja Schwert hatte entgegen den gängigen Filmklischees keine gerade Klinge, sondern war ein gewöhnlich gebogenes Katana, welches der Ninja oder Shinobi (Beides bedeutet so viel wie "Verborgener") in seinem Gürtel (Obi) an der Hüfte trug. Es verfügte jedoch manchmal über selbst hinzugefügte Extras wie Gift, Blendpulver oder Minidolche und die Scheide konnte teilweise als Schnorchel eingesetzt werden. Damit war das Ninja Schwert ein beliebtes Allzweck-Werkzeug der Schattenkrieger, die als "Ehrlose" ihr Brot als Saboteure, Spione oder Meuchelmörder verdienten. Neben Rauchgranaten und anderen technischen Errungenschaften der Edo-Zeit, war das Ninjaschwert die Hauptwaffe jedes Ninjas.

Wurfsterne

Wurfsterne oder Ninjasterne werden die Wurfklingen im Volksmund genannt. In Japan werden diese auch Shuriken (versteckte Handwaffen) genannt. Dies ist eine sternförmige Waffe mit scharfen Klingen und fallen in vielen Ländern bei Verwendung und Besitz unter das Waffengesetz. Wurfsterne können unter der Benutzung einer geübten Hand eine Gefahr darstellen. Um den Wurfstern gezielt einsetzten zu können bedarf es nur um wenige Meter Abstand. Um Gegner kontrolliert außer Gefecht setzen zu können wurden früher Gifte oder Pferdedung auf die Klingen gestrichen, damit der Gegner , wenn er bei direkten Angriff nicht außer Gefecht gesetzt werden konnte, somit an einer Vergiftung oder Infektion starb bzw. erkrankte.

Kriegshammer

Der auch Streithammer genannte Kriegshammer, ist eine mittelalterliche Waffe, die vor allem im 15. und 16. Jahrhundert im europäischen Rittertum eingesetzt wurde und einen großen Kraftaufwand erfordert. Die Beliebtheit dieser Waffe resultiert aus der Tatsache, dass der Gegner trotz Rüstung verwundet werden kann. Dafür stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Zum Einen kann der Schlagdorn durch die Panzerung gebohrt werden und den Gegner verletzen und zum Anderen besteht die Möglichkeit mit der flachen Seite die Rüstung zu verbiegen und damit die Beweglichkeit und Atemfreiheit des Feindes einzuschränken. Bei ungeschützten Widersachern kann die Nutzung des Kriegshammers den sofortigen Tod oder schwere Verletzungen verursachen.

Kampfstab

Der mittelalterliche Kampfstab bestand Überlieferungen zur Folge meistens auch Eschen oder Eibenholz da dieses robust und langlebig war. Als Gebetsstock der Mönche wurde er von diesen auch bei Streitigkeiten als Prügel eingesetzt und hatte dann auch für diese den Zweck eines Kampfstabes. Auch Ritter benutzten Kampfstäbe, die dann häufig auch mit Leder umwickelt und manchmal auch mit Metallringen verziert waren. Da auch der einfache Bürger die Möglichkeit haben musste sich zu verteidigen benutzten sie in ihrer Not häufig einfache Knüppel, um ihre Gegner damit zu verprügeln und dies waren dann ebenfalls Kampfstäbe. (Sie wurden dann Bauernspieß genannt)

Kurzschwert

Das Kurzschwert zählt als Weiterentwicklung des Dolches und damit zu einer der ersten Kampfwaffen. Mit einer Länge von nur 40-80 cm und geringem Gewicht war es bis in die Blüte des Mittelalters die Standartwaffe der Infanterie. Seine Entwicklung fand unabhängig der Kulturen statt. Bereits die Römer zogen in der Antike mit ihrem „Gladius“ in die Schlacht, wie am anderen Ende der Welt die Samurai mit dem „Wakizashi“ kämpften. Die Stärke des Kurzschwertes liegt in engen Räumen oder dichtem Gedränge, da nur wenig Schwung und Kraft nötig ist um es zu führen.

Zweihänder

Die Entwicklung des Zweihänders dauert eine geraume Zeit. Aufkommende Beliebtheit erfuhr dieser Schwertyp erst in den mittelalterlichen Ausklängen und zur Zeit der Renaissance. Die ursprüngliche Überlegung stammte allerdings schon von den Germanen. Diese merkten schnell, dass sie die Römer mit ihrem Kurzschwert „Gladius“ mit langen Klingen überwinden konnten. Sie entwickelten die ersten Langschwerter und sogenannten Anderthalbhänder oder Bidenhänder. Später fand er seine Verwendung im Dienste der Söldner. Die taktische Anwendung war für das Kampfgeschehen so essentiell, dass die damit ausgebildeten Krieger den doppelten Sold empfingen. Aufgrund seiner enormen Größe, wurde die Klinge blankgezogen über der Schulter getragen.

Wikingerschwert

Das Mittelalter fasziniert auch heute noch zahlreiche Menschen, besonders die Wikinger sind hierbei sehr beliebt. Wikinger hatten zu ihrer Verteidigung ein Wikingerschwert, dieses bekannte Utensil löst auch heute noch große Begeisterung bei Sammlern und anderen Wikinger- Anhängern aus. Ein Wikingerschwert kann heutzutage zu Dekorationszwecken genutzt werden, man kann solche Schwerter im Internet bestellen. Für die Wikinger war das Wikingerschwert damals lebensnotwendig, für uns ist das Wikingerschwert heutzutage ein Zeichen der Begeisterung für diese Wikingerzeit. Das Wikingerschwert ist eine sehr gefährliche und scharfe Waffe, die heute allerdings nur zu Schauausstellungen und Dekoration der Wohnung dient.

Nunchaku

Das Nunchaku, eine traditionelle Bauernwaffe aus dem Kobudo, besteht aus 2 etwa 30 cm langen dickeren Holzstäben, die mit einer 10- 15 cm langen Kette oder Schnur verbunden sind. Im Westen wurde es bekannt durch Bruce Lee, der diese Waffe meisterhaft handhabte. Nach einer Ansicht haben japanische Bauern auf Okinawa das Nunchaku aus Dreschflegeln entwickelt. Eine chinesische Legende besagt, dass der chinesische Kaiser Taizu schon in der Song- Dynastie den Vorläufer dieser Waffe erfand, als er, nachdem sein Speer vom Schwert des Gegners in drei Teile geteilt worden war, die Speerstücke mit Schnüren verband.

Fantasy Schwert

Ein Fantasy Schwert, das kann ein Elbenschwert, ein sagenumwobenes Zauberschwert wie Siegfried's "Balmung" oder auch eins der vielen Filmschwerter sein, wie man sie schon so häufig im Kino bewundert hat. Egal ob das Schwert aus Atlantis von Conan oder die stylische Klinge des Daywalker mit eingebauter Falle im Griff - Fantasy Schwerter haben immer ihren ganz eigenen Reiz. So viele Sagen und Mythen drehen sich um Schwerter wie König Artus' Excalibur, dass man die meisten mittlerweile in einem Schwert Shop käuflich erwerben kann. Ob diese Film Schwerter dann jedoch so geschmiedet wurden, wie sie in der individuellen Fantasie des Käufers existieren, ist eine andere Sache.

Bastardschwert

Als Bastardschwert oder Anderthalbhänder wurden Varianten des Langschwertes bezeichnet, die sowohl mit einer als auch mit zwei Händen geführt werden konnten. Es handelte sich bei diesem Schwerttyp um eine Weiterentwicklung des Einhänders und ermöglichte der zweiten Hand, unterstützend am Knauf oder an der Klinge anzupacken. Vom Zweihänder unterschieden sich die Bastardschwerter aber deutlich, da ihre Klinge wesentlich kürzer war und auch der Griff nicht genug Platz für die dauerhafte Zweihandführung bot. Ausgelöst wurde die Weiterentwicklung der Einhänder durch verbesserte Rüstungen. Die bisherigen Waffen wurden zunehmend wirkungslos und das Tragen eines Schildes gleichzeitig unnötig. Dadurch hatten die Krieger die Möglichkeit, mit beiden Händen an das Schwert anzufassen und so die Durchschlagskraft deutlich zu erhöhen. Zudem konnte die Waffe länger und schwerer werden, weil mit zwei Händen auch mehr Kraft aufgebracht werden konnte.


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